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Impfungen für eine Weltreise

Bevor es für uns auf Weltreise ging, haben wir uns bei einem Tropenarzt gemeldet. Wir hatten schon die eine oder andere Frage über Impfungen, Seuchen oder Krankheiten.

Da wir selbst nicht genau wussten wohin und wie lange wir reisen werden, mussten wir uns also auf alles vorbereiten.

 

Falls bei dir auch eine längere Reise ansteht, empfehlen wir dir, dich früh genug darum zu kümmern. Wir hatten unseren ersten Termin etwa ein halbes Jahr, bevor es losging. Da einige der Impfungen mehrere Male gemacht werden müssen und es teilweise eine Zeit braucht, bis die Wirkung vollständig einsetzt, solltest du früh genug die erste Dosis bekommen.

 

Wir haben hier ein paar wichtige Informationen zusammengefasst, es sind jedoch lediglich kurze Informationen.

Wir möchten auf keinen Fall jemanden zu einer Impfung raten oder jemandem eine Impfung ausreden. Es ist eine Zusammenfassung und soll dir einfach nur einen groben Überblick der verschiedenen, vorhandenen Reisekrankheiten aufzeigen.

 

Bitte lasse dich vor deiner Reise genügend von deinem Tropenarzt des Vertrauens aufklären über die verschiedenen Länder und deren Krankheiten.

 

Nach Krankheit:


Wofür es keine Impfung gibt!

Malaria


So, das grosse Thema Malaria. Ganz ehrlich, wir hatten davor irgendwie am meisten Schiss. Da wir schon in Sri Lanka waren wussten wir, dass es keine Impfung zur Vorsorge gibt. Glücklicherweise ist man aber dem "Malaria Parasit" nicht einfach hilflos ausgesetzt.

Zuerst aber ein paar Informationen betreffend Malaria.

 

Malaria ist eine Erkrankung, die von weiblichen Anopheles Mücken übertragen wird. Die Mücken sind nachtaktiv. Malaria ist nicht von Mensch-zu-Mensch übertragbar. Es gibt lediglich wenig Fälle, wo Malaria von Mutter-zu-Kind oder bei einer Bluttransfusion übertragen wurde.

 

Die typischen Malaria Symptome sind hohes, periodisches oder wiederkehrendes Fieber, starke Kopfschmerzen, Schüttelfrost und teilweise auch Rückenschmerzen. Um sicher zu gehen, ob eine Malaria Erkrankung auszuschliessen ist, sollte man einen Bluttest machen lassen. Nur so kann es zu 100% nachgewiesen werden.

Die Inkubationszeit (vom Stich bis zum Ausbruch der Krankheit) liegt zwischen 12 bis 30 Tagen oder länger.

Das Fieber zeigt sich unterschiedlich, je nach Malariaart. Es gibt drei verschiedene Malariaerkrankungen.

 

Die Malaria tertiana wird mit dem Dreitagesrythmus auffällig, Tag 1 mit Fieber, Tag 2 ohne Fieber und Tag 3 wieder mit Fieber.

 

Die Malaria quartana wird mit dem Viertagesrythmus auffällig. Nach einem Fiebertag setzt es zwei Tage aus, danach folgt wieder einen Tag mit Fieber.

 

Die Malaria tropica hat kein typisches periodisches Fiebersymptom, es ist sehr unregelmässig.

 

Die Malaria tropica ist jedoch die gefährlichste Form von Malaria, da sie nur sehr schwer zu erkennen ist und in den meisten Fällen verharmlost wird.

 

Malariagebiete

  • Sehr geringes bis kein Risiko: Mittelamerika, Dominikanische Republik & Haiti
  • Mittleres bis geringes Risiko: Südostasien, Kap Verde, Südamerika, Paraguay und Ägypten
  • Hohes Risiko und bekannte Resistenzen: Guyana und Französisch Guyana, Afrika, Neuguinea, Salomonen und Suriname

Vorbeugung & Schutz

Wie oben schon erwähnt, gibt es leider noch keinen Impfstoff gegen Malaria. Jedoch gibt es mehrere Möglichkeiten, sich gegen Malaria zu schützen.

  • Die Beste und Sicherste Methode: Keine Länder zu bereisen, die als Malaria Risikogebiet eingestuft werden.
  • Zweite Methode: Bei Einbruch der Dunkelheit lange Hosen und einen langen Pullover überziehen.
  • Eine weitere Methode: Insektenschutz! Die Besten findet man übrigens im jeweiligen Land. Diese Erfahrung haben wir zumindest gemacht. (Wir sind in der Schweiz immer super mit Anti-brumm gefahren, in Thailand hingegen waren die Mücken irgendwie auf einmal ganz scharf auf unser Anti-brumm aus der Schweiz)
  • Zusätzliche Methoden: Chemoprophylaxe/z.B. Malarone (Wirkstoff Atovaquon und Proguanil) Tabletten.
    Diese können in Gebieten mit hohem Malaria Risiko oder bekannten Resistenzen als Prophylaxe genommen werden (vor der Reise).
    Für Länder die ein mittleres oder niedriges Risiko aufweisen, nur zur Notfalltherapie (während einer Erkrankung).

Wichtig: Immer vorher mit deinem Tropenarzt besprechen, da es mittlerweile auch Gebiete mit einer gewissen Resistenz gegen solche Tabletten gibt. Auch sind die Nebenwirkungen der Tabletten nicht zu unterschätzen. Die Medikamente sollten in jedem Fall in Deutschland, Österreich oder der Schweiz gekauft werden, da in Ländern mit Malaria oftmals Medikamente auf dem Markt sind, die schwere Nebenwirkungen aufweisen (diese sind seit Jahren von unserem Markt genommen worden und aus diesem Grund verboten) oder sogar gar keine Wirkung haben.

 

Cholera


Gegen Cholera gibt es tatsächlich eine Impfung, jedoch verspricht sie nur 60% Schutz und auch nur für ein halbes Jahr.

Cholera ist eine bakterielle Infektionskrankheit die meistens von verunreinigtem Trinkwasser kommt. Die Bakterien überleben nur bei über 10° C und die Infektion kommt vor allem in Gebieten mit mangelnder Hygiene wie z.B Flüchtlingsgebiete vor. Cholera zählt nebst der Pest, Gelbfieber und den Pocken zu einer Quarantäne-Krankheit, da die Infektionskrankheit auch von Mensch-zu-Mensch

übertragbar ist (ein eher seltener Fall).

Da die Bakterien sehr säureempfindlich sind, werden die meisten bereits durch die Magensäure abgetötet, deshalb sind meistens bereits geschwächte, alte oder sehr junge Menschen besonders gefährdet. Die Krankheit gilt deshalb auch als "Krankheit der Armen".

Die Inkubationszeit bei Cholera beträgt mehrere Stunden bis zu 5 Tagen.

 

Symptome von Cholera sind:

  • starke Bauchschmerzen
  • wässrigen Durchfall
  • Erbrechen von wässrig, gelbem Mageninhalt (Gallenflüssigkeit)

Bei einer leichten Erkrankung klingt die Cholera bereits nach 2 Tagen wieder ab, wird nicht schlimmer und endet nach 5 Tagen.

Bei einer starken Erkrankung wird in den ersten 24 Stunden bis zu einem Liter Stuhlflüssigkeit pro Stunde ausgestossen.

Wird dann nichts unternommen treten folgende Symptome auf:

  • Muskelkrämpfe
  • hohe, heisere Stimme
  • Hautausschlag
  • Benommenheit, Verwirrtheit
  • niedriger Blutdruck
  • ohne Flüssigkeitszufuhr kalte Füsse und Hände
  • eingefallenes Gesicht und "spitzer Nase"

Bei rechtzeitiger Behandlung in einem Spital verlaufen die Erkrankungen meist ohne grössere Schäden. Sollte jedoch keine Behandlung erfolgen verläuft die Erkrankung bei 60% tödlich.

 

Vorkommen

Die Krankheit selbst ist nur in Asien, Afrika und Südamerika verbreitet. Wie oben schon erwähnt kommt sie vor allem in Regionen mit schlechtem Trinkwasser und mangelnder Hygiene vor. Auch bekannt sind Fälle in denen Fäkalien in Fluss- und Meerwasser eingeleitet werden. Dort sind auch Fische oder Meeresfrüchte mit dem Cholera-Erreger verunreinigt.

 

Vorbeugung & Schutz

Die wichtigsten Vorbeugemassnahmen sind:

・Immer nur abgekochtes Wasser verwenden (Auch fürs Zähne putzen und den Abwasch)

・Kein Salat oder rohes Gemüse (könnte mit Hahnenwasser abgewaschen worden sein)

・Keine Eiswürfel im Getränk

・Hände regelmässig waschen und desinfizieren

 

Falls eine Erkrankung auftritt, sollte unbedingt der Wasserhaushalt aufgefüllt werden. Am besten mit Cola, süssem Tee und für den Salzgehalt sollten Salzstangen gegessen werden. Danach sofort in das Spital. Dort wird die dem Körper fehlende Zucker- und salzhaltige Flüssigkeit intravenös wieder zugeführt. Da die Krankheit den Magen-Darm-Trakt stark beschädigt, wird durch die intravenöse Zufuhr dieser geschützt.

Eine Antibiotika-Therapie wird meistens nur danach zur Unterstützung durchgeführt, da sie lediglich die Zeit der Infektiosität verkürzt und nicht der Verlauf der Krankheit.

 

Wir als normale Reisende oder Touristen haben nur ein geringes Risiko an Cholera zu erkranken, da die hygienischen Bedingungen in den meisten Hotels, Hostels oder Homestays ausreichend sind.

 

Dengue Fieber


Dengue Fieber wird wie Malaria über weibliche Stechmücken (z.B. Tigermücke) übertragen. Im Gegensatz zu Malaria sind diese Stechmücken jedoch eher tagsüber aktiv.

Der Dengue Virus ist der durch Mücken meist verbreitete Virus der Welt.

Die Inkubationszeit (Zeit vom Stich bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt zwischen 3 bis 14 Tagen.

Das Dengue Fieber kommt hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten vor und äussert sich mit Fieber und starken Kopf-, Gelenk- und Gliederschmerzen. Teilweise kommen auch Symptome wie Appetitlosigkeit und Übelkeit vor, die über mehrere Wochen andauern.

 

Meistens bleibt es bei diesen Symptomen, es kann jedoch in seltenen Fällen auch zum

Dengue-Hämorrhagischen-Fieber kommen, was soviel bedeutet wie Blutungskomplikationen. Bei einer Infektion nimmt die Anzahl an Blutplättchen stark ab und diese sind für die Blutgerinnung verantwortlich. Bei einer Infektion hat der Körper nicht mehr genug Blutplättchen um eine Wunde zu schliessen. Es kann zu unkontrollierten inneren, aber auch äusseren Blutungen führen und ist lebensgefährlich.

Das Dengue-Schock-Syndrom ist auch ein gefährliches Syndrom, was bei Dengue Fieber höchst selten auftreten kann. Das Herz ist nicht mehr im Stande einen ausreichenden Blutfluss aufrecht zu erhalten. Lebenswichtige Organe wie Gehirn oder Niere werden nicht mehr ausreichend versorgt.

Symptome dieser zwei Folgen sind:

・starke Bauchschmerzen

・Abfall der Körpertemperatur unter 36° C

・Blutdruckabfall

・schneller Puls

・wiederholtes Erbrechen

・plötzlich auftretende Blutungen (Zahnfleischbluten, Nasenbluten)

・Verwirrtheit, Unruhe oder Benommenheit

 

Vorkommen

Die Hauptverbreitungsgebiete sind Zentralafrika, Südostasien, Indien und Lateinamerika. Jedoch sind auch Fälle in Hawaii und im Süden der USA bekannt. Sogar in Nordwest Australien und Sri Lanka sind Fälle bekannt, jedoch beschränken sich diese auf Einzelfälle.

 

Hier die wichtigsten Länder:

  • Zentralafrika
  • Thailand
  • Indien
  • Philipinen
  • Brasilien
  • Portugal (Madeira)
  • Kombotscha
  • Kuba
  • Malediven

 

Wichtig: Auf Blutverdünnende Medikamente wie Aspirin oder Ibuprofen sollte in diesen Länder verzichtet werden, da es noch mehr Komplikationen verursachen kann.

Paracetamol ist daher die bessere Lösung. 

 

Vorbeugung & Schutz

Auch bei Dengue Fieber gibt es leider keine Impfung oder einen 100% Schutz. Es gilt wie bei Malaria, lange Hosen und einen langen Pullover tragen. Sich mit Insektenschutz einsprühen.

Wir haben uns auch einen Kleiderspray gekauft, mit dem wir unsere Klamotten eingesprüht haben, das soll auch helfen.

Falls ein Dengue Fieber Fall auftreten sollte, muss viel getrunken werden und der Gang zur Toilette beobachtet werden (Wasserhaushalt). Besonders beim Sinken des Fiebers ist Vorsicht geboten und sollte beobachtet werden, denn da treten die meisten Komplikationen auf.

 

Die Mücken, die das Dengue Fieber verbreiten leben an stehenden Gewässern und legen dort auch ihre Larven. Diese sind trockenresistent, was bedeutet, dass sie längere Trockenzeiten locker überstehen. Stehende Gewässer können auch einen Eimer, eine kleine Dose oder einen Autoreifen mit länger darin stehendem Wasser sein.

Versuche möglichst Solches zu meiden. Oder in ärmeren Regionen wo eventuell eher eine solche Umgebung vorkommt dich genug mit Insektenschutz einzusprühen und dickere, lange Klamotten anzuziehen.

 

Dagegen haben wir uns geimpft

Hepatitis A + B Impfung


Hepatitis A

Hepatitis A wird häufig auch Gelbsucht genannt und ist eine durch den Hepatitis-A-Virus verursachte Infektion. Die Krankheit ist eine Entzündung der Leber und verläuft niemals chronisch. In den meisten Fällen heilt sie ohne grössere Probleme wieder ab.

Die Viren werden wie bei Cholera über verunreinigtes Trinkwasser und mangelnder Hygiene übertragen. In den meisten Fällen wird es fäkal-oral übertragen, dass heisst, dass über den Kot ausgeschiedene Viren über die Hände in den Mund gelangen. In seltenen Fällen kann die Infektion auch durch Sex übertragen werden.

Die Hepatitis-A-Viren sind sehr stabil gegen Umwelteinflüsse. Sie überleben mehrere Stunden an den Händen und auch Desinfektionsmittel mit bis zu 70% Alkohol können sie locker überstehen. Hitze bis 85°C und Kälte bis -15°C macht ihnen überhaupt nichts aus.

 

Nach einer Infektion ist man lebenslänglich immun dagegen.

Die Inkubationszeit bei Hepatitis A liegt zwischen 15 und 50 Tagen.

 

Die Krankheit heilt meistens, nicht wie andere Hepatitis Infektionen, ohne weiteres ab. Sehr selten kommt es zu schwereren Fällen, dem sogenannten Leberzerfallskoma. In diesem Fall sollte der Betroffene unbedingt und so schnell wie möglich im Spital behandelt werden, da eventuell eine Lebertransplantation nötig sein könnte.

 

 

Länder in denen Hepatitis A vorkommt

  • Südostasien
  • Orientgebiete
  • Russland, Mongolei
  • Süd- und Mittelamerika
  • Afrika

Hepatitis B

Wie bei Hepatitis A ist Hepatitis B eine Virusinfektion der Leber. Hepatitis B kann jedoch, anders wie bei Hepatitis A, auch chronisch verlaufen.

Die Hepatitis-B-Viren werden über nahezu alle Körperflüssigkeiten übertragen. Dazu gehört Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit oder auch Blutplasma. Für eine Übertragung reicht schon eine sehr geringe Menge an Blut. Hepatitis B ist auch von Mutter-zu-Kind übertragbar (während der Schwangerschaft, als auch beim Stillen). In den meisten Fällen werden die Viren über Spritzen (von Drogenabhängigen) oder Bluttransfusionen übertragen.

Die Symptome einer chronischen Lebererkrankung (Hepatitis B) sind Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen und gelegentliche Druckschmerzen im rechten Rippenbogen. Eine chronische Lebererkrankung (Hepatitis B) kann jedoch auch zu einer Leberschrumpfung (Leberzirrhose) oder zu Leberkrebs führen.

 

Die Inkubationszeit bei Hepatitis B liegt zwischen 30 und 180 Tagen.

 

Vorkommen von Hepatitis B

Hepatitis B ist weltweit verbreitet! Es ist jedoch durch die Impfung stark am abnehmen. Laut Studien sind weltweit etwa 5% mit einer chronischen Hepatitis B infiziert. Da die Krankheit in den meisten Fällen jedoch keine Folgen oder Anzeichen hat, wissen die wenigsten davon.

  • China
  • Nahe und mittlere Osten
  • Südostasien
  • Türkei
  • Afrika
  • sehr selten Mexiko und Südamerika

Die anfänglichen Symptome einer Hepatitis A+B Infektion sind

・Übelkeit, Erbrechen

・Bauchschmerzen

・leichter Körpertemperatur anstieg bis 38°C

・Appetitverlust

・Druckschmerzen im rechten Oberbauch

 

Später kommt die sogenannte Gelbsucht dazu. Diese färbt die Haut und den weissen Teil der Augen gelblich. In den meisten Fällen klingen die Symptome nach circa 2 Wochen wieder ab und die Krankheit heilt vollständig.

Es gibt seltene Fälle in denen die Krankheit zum Tod führte,  in solchen Fällen wurde die Infektion meistens mit Alkohol begünstigt oder die betroffene Person war über 50 Jahre alt und zusätzlich sehr geschwächt.

 

 

Vorbeugung & Schutz

 

Hepatitis A

Falls man auf eine Impfung verzichtet, sollte man auf Reisen in ärmere Gebiete jegliche Arten von Wasser abkochen. Sei es fürs Zähneputzen, für den Abwasch oder das Waschen des Salates.

Keine Rohkost und vor allem viel Händewaschen! Falls im Umkreis eine Erkrankung vorliegt, sollte die von ihm benutzte Toilette gemieden werden. Regelmässig die Hände desinfizieren mit einem starken Desinfektionsmittel ist ein Muss. Drei Wochen nach der Infektion ist der Betroffene meistens nicht mehr ansteckend, bei Kindern dauert es länger, dafür ist die Krankheit bei einem Kind fast nicht bemerkbar.

 

Hepatitis B

Bei Hepatitis B empfiehlt es sich immer eine Impfung zu machen.

 

Die Impfung gegen Hepatitis A+B wird in zwei unterschiedliche Impfungen geteilt.

Eine aktive und eine passive Impfung.

 

Die aktive Impfung wird mit einem sogenannte Totimpfstoff gearbeitet. Sie braucht eine gewisse Zeit, bis sie ihre Wirkung entfaltet, bietet anschliessend jedoch jahrelanger Schutz.

Die passive Impfung besteht aus bereits fertigen Antikörpern und bietet einen sofortigen Schutz. Dieser hält jedoch nur für einige Wochen an. Die passive Impfung wird häufig auch bei Personen gemacht, die kürzlich mit Infizierten Menschen Kontakt hatten.

 

Die Impfung gegen Hepatitis A erfolgt mit zwei Injektionen. Die erste Injektion kann schon bei Kindern im Alter ab 12 Monaten durchgeführt werden. Die zweite Injektion erfolgt nach 6 bis spätestens 12 Monaten.

 

Die Impfung gegen Hepatitis B kann bereits an Säuglingen verabreicht werden. Dies wird meistens als Grundimmunisierung durchgeführt. In Kombination mit Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Kinderlähmung (Polio) und Keuchhusten (Pertussis) wird im Alter von zwei bis 12 Monaten an vier Terminen die Impfung durchgeführt.

Wird die Hepatitis B Impfung einzeln durchgeführt sind lediglich drei Impfdosen notwendig.

Wurde die Grundimmunisierung beim Säugling oder Kleinkind vergessen, sollte die Impfung unbedingt vor dem 18.Lebensjahr nachgeholt werden. Diese werden auch in drei Impfdosen durchgeführt. Die zweite und dritte Dosis davon, werden 6 Monate nach der ersten Dosis innerhalb eines Monats gemacht.

 

Eine Impfung gegen Hepatitis A+B kann auch kombiniert durchgeführt werden. Hierbei sind auch drei Impfdosen notwenidig. Der Abstand zwischen den ersten Beiden liegt bei vier Wochen. Die dritte Dosis wird nach 6 bis spätestens 12 Monaten injiziert.

 

Eine Auffrischung der Hepatitis A+B Impfung ist nicht notwendig, ausser es liegt eine Immunschwäche vor.

 

 

Weitere Hepatitis Erkrankungen

Es gibt noch drei weitere Hepatitis-Viren. Hepatitis C, D und E für die es jedoch keine oder noch keine Impfung gibt. Die Hepatitis Erkrankungen sind einander sehr ähnlich. Wie z.B. Hepatitis A und E über verunreinigtes Trinkwasser und mangelnder Hygiene übertragbar ist, ist auch Hepatitis B und C bei der Ansteckung und dem Verlauf der Krankheit sehr ähnlich.

 

Nach weiteren Infos zu den verschiedenen Hepatitis Erkrankungen fragst du am besten bei deinem Tropenarzt des Vertrauens nach.

 

Wichtig: Bei einer Infektion mit Hepatitis sollte der Betroffene vollständig auf Alkohol und jegliche Medikamente verzichten, da es die Leber zusätzlich schädigen könnte.

 

Tollwut Impfung


Tollwut ist eine Virusinfektion des Nervensystems. Sie wird meistens durch einen Biss von einem infizierten Tier auf den Menschen übertragen. Der Virus kann aber auch durch einen Kratzer oder den Kontakt mit verseuchtem Speichel übertragen werden.

Wird nach einer Infektion nicht mit einer Impfung gehandelt, kann der Erreger in das Gehirn wandern. Es folgt eine Gehirnentzündung, die in den meisten Fällen zum Tod führt.

Tiere, die mit Tollwut infiziert sind, sind nicht mehr menschenscheu (z.B. Füchse) und verhalten sich sehr auffällig. Bei Füchsen wird auch häufig Schaum vor dem Mund wahrgenommen. Auch Fledermäuse, Igel, Pferde und Hunde können infiziert sein.

 

Die Inkubationszeit liegt bei 3 bis 8 Wochen, kann aber auch mehrere Jahre dauern. Selten dauert sie weniger als 9 Tage.

 

Die Tollwuterkrankung wird beim Menschen in drei Phasen unterteilt.

  • Das Prodromalstadium: Ist die erste Phase der Tollwuterkrankung. In dieser Phase kommen Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen vor. Bauchschmerzen, Fieber und teilweise auch Husten sind auch mögliche Symptome einer Tollwuterkrankung. Die Bissstelle wird rötlich, kribbelt und juckt stark.
  • Die akute neurologische Phase (Exzitationsstadium): Ist die zweite Phase. Diese findet hauptsächlich im Gehirn statt. Der Betroffene bekommt Angst vor Wasser. Angst vor dem Schlucken von Wasser, Angst vor Rauschen und Tropfen lösen Krämpfe und Unruhe aus. Es besteht sogar die Angst vor dem eigenen Speichel, sodass nicht mehr geschluckt wird und der Speichel einfach aus dem Mund läuft.
  • Koma (Paralysestadium): In der letzten Phase der Tollwuterkrankung folgen Lähmungserscheinungen bis der Erkrankte schliesslich ins Koma fällt und stirbt.

Vorkommen

Das Land mit den meisten Tollwuterkrankungen ist Indien. An zweiter Stelle steht China. Indonesien galt lange als tollwutfrei, jedoch wurden im Jahr 2009 mehrere Todesfälle durch Tollwuterkrankungen in Bali gemeldet.

Weitere Länder mit Tollwut

・In Teilen von Südostasien

・Afghanistan

・In Teilen von Ost-, West- und Zentralafrika

・Dem. Rep. Kongo, Zentralafrikanische Rep.

・Mosambik, Malawi & Simbabwe

 

Vorbeugung & Schutz

Zur Vorbeugung zählt: kein Kontakt zu sich auffällig verhaltenden Säugetieren (Affen, Hunde, Wölfe, Füchse, Igel, Fledermäuse, Pferde, usw.).

Falls eine Tollwutinfektion durch einen Biss vermutet wird, sollte die Wunde möglichst rasch mit Seife UND starkem Desinfektionsmittel gereinigt werden. Danach sofort einen Arzt, der eine entsprechende Impfung verabreichen kann, aufsuchen. Hierbei spielt die Zeit eine sehr wichtige Rolle, je schneller der Infizierte diese Impfung bekommt, desto grösser besteht die Chance ihm noch helfen zu können (Viren können noch nicht weit genug zu Gehirn vordringen).

 

Die Impfung gegen Tollwut erfolgt in drei Impfdosen. Sieben Tage nach der ersten Dosis wird die zweite injiziert und 21 Tage nach der ersten wird die dritte und letzte Dosis injiziert. Für einen dauerhaften Schutz sollte die Impfung regelmässig alle 2 bis 5 Jahren aufgefrischt werden.

 

Nachdem man von von einem tollwütigen Tier gebissen, gekratzt oder abgeleckt wurde muss so schnell wie möglich (bestenfalls wenige Stunden später) eine nachträgliche Impfung gemacht werden. Diese wird so nah wie möglich an der Bissstelle injiziert. Die nachträgliche Impfung besteht aus sechs Impfdosen an Tag 0-3-7-14-30 und 90 und sollte sowohl als "nichtvorhergeimpfte" Person als auch "vorhergeimpfte" Person durchgeführt werden.

 

Wichtig: Da die Tollwut eine der gefährlichsten Folgen (meistens der Tod) hat, sollte die nachträgliche Impfung in jedem Fall unbedingt gemacht werden.

 

Tetanus Impfung


Tetanus wird auch Wundstarrkrampf genannt und ist eine Infektionskrankheit. Die Sporen dieser Bakterien befinden sich meistens im Kot von Tieren (z.B. bei Pferden), können aber auch im Strassenstaub oder in Gartenerde enthalten sein. Sie gelangen durch kleinste Wunden in den menschlichen Körper, jedoch ist die Krankheit nicht von Mensch-zu-Mensch übertragbar.

 

Die Inkubationszeit bei Tetanus ist sehr variabel. Die ersten Anzeichen können bereits schon in wenigen Tagen auftreten, jedoch kann es auch mehrere Wochen oder sogar Monate bis zum ersten Anzeichen dauern. Treten die ersten Anzeichen früh ein, kann dies auf einen schweren Krankheitsverlauf hindeuten, da dies möglicherweise eine hohe Erregerlast darstellt.

 

Tetanus wird in vier verschieden Formen unterschieden:

  • Generalisierte Form: klassische Form von Tetanus im gesamten Körper
  • Lokale Form: Muskelkrämpfe bleiben lokal (an betroffener Stelle).
  • Zephale Tetanus: In den meisten Fällen befindet sich die betroffene Wunde am Kopf. Hier ist die Inkubationszeit sehr klein, da die Nervenbahnen sehr kurz bis zum Gehirn sind.
  • Neonatale Tetanus: Diese Form von Tetanus betrifft nur Säuglinge. In diesem Fall ist die Mutter des noch Ungeborenen erkrankt und die Bakterien gelangen über den Nabel zum Kind über.

Symptome einer Erkrankung sind Muskelkrämpfe (vor allem im Nacken und Gesicht) und starke Schmerzen, Schluckstörungen, Verkrampfung der Kaumuskulatur bis hin zur Kiefersperre. 

Weiter Symptome sind Halsschmerzen, Unruhe, Reizbarkeit und Kopfschmerzen.

Das sogenannte "Teufelsgrinsen" ist eine der bekanntesten Symptome. Dabei verzieht der Betroffene das gesamte Gesicht und wirkt wie ein ständiges "lächeln".

 

Meistens führt dies zur Aussetzung der Atmung und schlussendlich zum Tod.

Tetanus kann nicht behandelt werden. Wird früh genug gehandelt, werden die betroffenen Stellen ausgeschnitten. Später werden, falls noch möglich, Körperteile amputiert.

 

Vorkommen

Tetanus ist in allen Ländern vorhanden, jedoch in feuchtwarmen Gebieten häufiger anzutreffen. Die häufigste Erkrankung ist bei Säuglingen in ärmeren Gebieten anzutreffen, da in manchen Völker häufig traditionell eine Wundversorgung mit Erde stattfindet. Es werden Erdpasten auf die Nabel gestrichen und darin können sich die gefährlichen Bakterien befinden.

 

Vorbeugung & Schutz

Leider gibt es für Tetanus keine speziellen Massnahmen zur Vorbeugung oder zum Schutz vor einer Erkrankung. Man kommt somit nicht um eine Impfung herum.

Die erste Impfung findet meistens als Säugling bei der Grundimmunisierung (Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung und Keuchhusten kombiniert) statt.

Danach wird im fünften Lebensjahr eine Auffrischung der Impfungen (dreifach-Kombi, Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten) der Grundimmunisierung gemacht.

Im jugendlichen Alter anschliessend noch die letzte (vierfach-Kombi, Tetanus, Diphtherie,

Kinderlähmung und Keuchhusten kombiniert)

Danach sollte alle 10 Jahren eine Auffrischung der Impfungen (nur noch die Kombi, Tetanus und Diphtherie) gemacht werden um einen garantierten Schutz zu haben.

Die dreifach-Kombi (Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten) Impfung sollte nur einmalig ausgeführt werden.

 

Wichtig: Falls eine Erkrankung vorliegt, kann es für den Betroffenen hilfreich sein, in einem dunklen und geräuschlosen Ort/Raum zu sein. Da er dort ein wenig abgeschottet ist von äusseren Reizen, die weiter Krämpfe auslösen könnten.

 

Typhus Impfung


Typhus ist eine bakterielle Erkrankung, die unbehandelt sehr gefährlich sein kann oder sogar zum Tode führt. Auslöser für die Krankheit ist die Bakterienart Salmonellen. Die Bakterien werden fäkal-oral übertragen, das heisst über verschmutztes Trinkwasser oder verunreinigte Nahrungsmittel. Eine Übertragung von Mensch-zu-Mensch ist auch möglich.

 

Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 60 Tage.

Eine betroffene Person ist etwa eine Woche nach Krankheitsbeginn für andere Menschen  ansteckend. Es gibt jedoch Infizierte Personen (2% - 5%) die ihr Leben lang Erreger ausscheiden ohne davon Kenntnis zu haben.

 

Die Symptome von der bakterielle Erkrankung sind

・Kopfschmerzen und Gliederschmerzen

・Bauchschmerzen

・Husten

・steigendes Fieber, das bis zu drei Wochen anhalten kann

・erst Verstopfungen, danach erbsbreiartiger Durchfall

・Benommenheit

・eher selten - rötliche, nicht juckende kleine Flecken an Bauch, Brust und Rücken

・dicker, weiss-, gelblicher Belag auf Zunge, Spitze und Ränder eher Himbeerrot

 

Vorkommen

Das grösste Ansteckungsrisiko besteht in Indien und Pakistan.

Die Krankheit ist weltweit verbreitet ist, aber häufiger in Entwicklungsländer wie Südostasien, Nordafrika und Südamerika anzutreffen.

 

Vorbeugung & Schutz

Du solltest auf Wasser von Hahnen verzichten oder im Notfall genügend abkochen. Hygienische Bedingungen sollten ausreichend vorhanden sein. Du solltest allerdings auf Rohkost und Eiswürfel in Getränken verzichten.

Immer nach dem Motto "Peel it, cook it or forget it!"

Achte immer darauf, dass Getränke Petflaschen noch geschlossen sind, wenn du sie kaufst. Denn es gibt Länder, dort werden die Getränke Petflaschen einfach mit Hahnenwasser aufgefüllt. Immer auf den Verschluss achten!

 

Es gibt zwei verschieden Varianten der Typhus Impfung:

  • Die Schluckimpfung (Lebendimpfstoff) : Sie wird in Kapselform dreimal im Abstand von zwei Tagen eingenommen. Die Kapseln müssen vor Verwendung kühl gelagert werden. Sie werden auf nüchternen Magen eine Stunde vor einer Mahlzeit eingenommen. Der Schutz tritt nach etwa 10 Tagen ein. Die Schluckimpfung ist für die meisten Menschen sehr gut verträglich und bietet 60% Schutz für ein Jahr.
  • Die Impfung mit Spritze (Totimpfstoff) : Auch die Impfung in Spritzenform ist für die meisten Menschen sehr gut verträglich. Der ebenfalls 60% Schutz tritt in 7 Tagen ein und hält bis zu 3 Jahren.

Gelbfieber Impfung


Gelbfieber ist ein Virus, das durch eine infizierte Gelbfieber-Mücke (Ägyptische Tigermücke) übertragen wird. Die Impfung wird in vielen Ländern vorgeschrieben. Also unbedingt vorher mit einem Tropenarzt abklären.

Eine Mensch-zu-Mensch Übertragung ist nicht möglich, der Virus wird nur über die Gelbfieber-Mücke übertragen. Diese nutzt jedoch den Menschen als Wirt und kann so von Mensch zu Mensch (also nur wenn Mücken vorhanden sind) übertragen werden. Der Virus ist für die meisten Affen harmlos und benutzt die Tiere nur als Wirt.

 

Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 6 Tage.

 

Symptome eines leichten Verlaufs von Gelbfieber sind (etwa 85%) :

・Fieber bis zu 40°C

・Schüttelfrost

・Kopfschmerzen

・Übelkeit, Erbrechen 

・Muskel- und Gliederschmerzen

 

Symptome eines schweren Verlaufs von Gelbfieber sind (etwa 15%) :

・Erbrechen von Galle und Durchfall

・unangenehmer Mundgeruch

・versiegende Urinproduktion

・Gaumenblutungen

・milde Gelbsucht

・starker Durst und überwärmte Haut im Gesicht und am Körperstamm

 

Nachdem diese Symptome aufgetreten sind, folgen zwei bis drei abnehmende Tage die teilweise einen Stillstand aufweisen.

Bei Anderen folgt danach die zweite Phase des Gelbfiebers:

・Sprachstörungen, Apathie, Krämpfe und Bewegungsstörungen

・Akutes Nierenversagen (fehlende Urinproduktion)

・Kaffeesatzähnliches Erbrechen und blutige Durchfälle

・Haut- und Schleimhautblutungen

・Fehlende Entgiftung durch Leber und Nieren (Ansammlung giftiger Stoffwechselprodukte im Blut)

・Gelbfärbung der Haut

・Schockzustand durch hohen Blut- und Flüssigkeitsverlust

・Tod am 6. bis 7. Tag durch Nierenversagen und Kreislaufschwäche

・oder Herzversagen am 10. bis 15. Krankheitstag

 

Vorkommen

Tropisches Afrika und Südamerika

 

Die wichtigste Epidemiegebiete in Afrika: Burundi, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kongo, Elfenbeinküste, Äthiopien, Gambia, Ghana, Kenia, Liberia, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Togo und Uganda.

 

Die wichtigsten Epidemiegebiete in Südamerika: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Panama, Paraguay, Peru, Suriname, Venezuela, Trinidad und Tobago.

 

Vorbeugung & Schutz

Eine Behandlung der Erkrankung gibt es nicht, es können lediglich die Symptome (häufig mit Antibiotika) behandelt werden. Aus diesem Grund wird unbedingt zu einer Impfung geraten, falls man in ein Land mit hohem Gelbfieber Risiko reisen möchte.

In Endemiegebieten werden Erkrankte sofort Isoliert, sodass sie keine Mücke mehr stechen und den Virus weiter verbreiten kann.

Nebst der Impfung muss auch zwingend ein starker Insektenschutz eingesprüht werden (welcher der Beste ist haben wir bei Malaria näher beschrieben) und sich bestenfalls mit langer Kleidung schützen.

 

Die Gelbfieberimpfung ist eine aktive Impfung mit einem Lebendimpfstoff. Dies bedeutet, dass abgeschwächte Gelbfieber-Viren injeziert werden. Der Körper bildet Antikörper gegen das Virus und lernt dadurch mit dem eigenen Abwehrsystem, die Gelbfieber-Viren zu vernichten.

Eine einzelne Dosis reicht um den Körper lebenslang Immun gegen den Gelbfieber-Virus zu machen. Die Wirkung tritt schon nach 10 Tagen  nach der Impfung ein.

 

Wichtig: Die Gelbfieberimpfung ist die einzige Impfung, die nur durch Ärzte mit einer WHO (Weltgesundheitsorganisation) Zertifizierung gemacht werden darf (meistens Tropenärzte).

 

Masern, Mumps & Röteln Impfung


Masern

Die Masern ist eine hochansteckende akute Virusinfektion. An Masern können sowohl Kinder als auch Erwachsenen erkranken, jedoch ist der Krankheitsverlauf deutlich schwerer. Die Masern-Erreger können über die Luft oder im direkten Kontakt verbreitet werden. Die möglichen Folgen einer Masern Infektion sind Lungenentzündung und Gehirnentzündung (auch Meningitis genannt).

Wer einmal an Masern erkrankt ist, ist lebenslänglich immun dagegen.

Die Inkubationszeit beträgt 8 bis 10 Tage, dabei ist zu beachten, dass der Erkrankte bereits schon ansteckend ist, bevor die Krankheit überhaupt ausgebrochen ist.

Die Symptome der Erkrankung werden in drei Stadien unterteilt:

  • Vorläuferstadium (3. - 5. Tag): Fieber, Schnupfen, Husten, Bronchitis und Bindehautentzündung. Lichtempfindlichkeit und verquollenes Aussehen sind unter anderem auch typische Symptome im ersten Stadium.
  • Stadium des Hautausschlages (4. - 7. Tag): Die typischen roten Flecken beginnen hinter den Ohren. Diese verbreiten sich danach am gesamten Körper.
  • Erholungsstadium: Der Hautausschlag klingt ab und dabei entstehen feine Schüppchen auf der Haut. In diesem Stadium ist der Betroffene besonders anfällig für andere Krankheiten.

Mumps

Mumps ist eine Viruserkrankung die sich meist mit einer Schwellung der Ohrspeicheldrüsen sichtbar macht. Wie bei den Masern ist es auch bei Mumps das gleiche, wer einmal daran erkrankt ist, ist lebenslänglich immun dagegen.

Mumps wird durch Tröpfcheninfektion (Niesen, sprechen und husten) übertragen. 

Die Inkubationszeit bei Mumps beträgt 16 bis 18 Tage.

 

 

Röteln

Die Röteln ist eine Viruserkrankung. Die Viren setzen sich zuerst an Mund, Nase und Rachen. Danach löst die Krankheit rötliche, fleckige Ausschläge am ganzen Körper aus. Die Krankheit ist hauptsächlich eine Kinderkrankheit und sehr selten kann auch eine erwachsene Person daran erkranken. Angesteckt wird man bei den Röteln durch die Tröpfcheninfektion (Niesen, sprechen und husten).

Die Inkubationszeit bei Röteln beträgt 14 bis 21 Tage.

 

Vorkommen von Masern, Mumps und Röteln

Alle drei Viren sind weltweit verbreitet und es kommt immer häufiger zu lokalen Epidemien, da die Übertragung der Viren durch Luft- oder Tröpfcheninfektion stattfindet.

 

Vorbeugung & Schutz

Falls man nicht geimpft ist oder die Masern noch nicht hatte, jedem Erkrankten wo weit wie möglich aus dem Weg gehen.

 

Leider gibt es auch hier keine Behandlungsmöglichkeiten, lediglich Symptombeschwerden können gelindert werden. Falls es zu einer Lungenentzündung kommt wird häufig auch Antibiotika verabreicht. Bei einer schweren Erkrankung (Entzündung der Lunge oder des Gehirns) muss der Betroffene im Spital behandelt werden.

 

Die Impfung der drei Infektionen werden sehr häufig im Säuglingsalter in der Grundimmunisierung durchgeführt. Es wird im 11. bis 14. Lebensmonat die erste Kombi-Impfung gemacht und die zweite wird im 15. bis 23. Lebensmonat gemacht.

 

Japanische Enzephalitis Impfung


Die Japanische Enzephalitis ist eine durch Viren verursachte Entzündung des Gehirns. Die Viren werden von Schweinen und wild lebende Vögel produziert und danach durch Mücken auf den Menschen übertragen.

In den meisten Fällen verläuft die Krankheit sehr mild und teilweise merkt man die Erkrankung gar nicht. Lediglich bei 1 von 250 Menschen nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf, der zur Gehirnentzündung führt. Die Japanische Enzephalitis ist häufig auf dem Land anzutreffen und beim Infektionsrisiko besteht ein eindeutiger Zusammenhang mit dem Reisanbau und der Schweinezucht.

 

Die Inkubationszeit beträgt 5 bis 15 Tagen.

Danach treten Symptome auf wie: plötzliches Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und Schüttelfrost. Nach weiteren zwei bis vier Tagen kommen

neurologische Symptome wie: Störungen des Bewusstseins, Lähmungen und Krämpfe, Zittern, Muskelsteifigkeit bis hin zu Gangstörungen (Parkinson-Erkrankung ähnlich).

 

Die Krankheit kann schwere Schäden hinterlassen!

 

Vorkommen

Hauptvorkommen:

・China

・Indien

・Sri Lanka

・Nepal

・Vietnam

・Philippinen

・nördliches Thailand

 

Zwischen Mai bis Oktober:

Japan, China, Taiwan, Nepal, Nord- und Zentralburma, Bangladesch, Nordthailand, Nordvietnam, Korea, Sibirien und nördliches Indien.

 

In Südthailand, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Sri Lanka, südlichen Indien und Südvietnam kommt die Japanische Enzephalitis jedoch ganzjährig vor. Ein Höhepunkt der Infektion besteht jedoch in der Regenzeit (Mai bis Oktober).

Der Japanische Enzephalitis Virus breitet sich leider immer mehr aus. Es sind sogar schon Fälle in Norden von Australien bekannt.

 

Vorbeugung & Schutz

Zur Vorbeugung gehört auch hier, da sie durch Mücken übertragen werden (wie Malaria und das Dengue Fieber), einen guten und starken Insektenschutz, lange Kleidung bei Dämmerung und in der Nacht und Mückennetze. 

Die Impfung wird mit zwei Injektionen gemacht, Tag 0 und Tag 28. Die Impfung hält bis zu drei Jahren und sollte danach aufgefrischt werden.

 


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