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Unser neues Zuhause in Chiang Mai


Zuhause in Chiang Mai

Das Reiseziel Chiang Mai stand schon relativ früh fest, da wir einen Freund aus der Familie haben, der in Chiang Mai lebt.

Wie es jedoch wirklich kam, wussten wir zu dieser Zeit noch nicht.

 

Mit unserem Familienfreund hatten wir noch in der Schweiz E-Mailkontakt.

Wir versuchten ihm zu sagen, wann wir genau in Chiang Mai ankommen werden.

Für uns war das zu dieser Zeit eine ziemlich grosse Herausforderung.

Wir hatten noch nicht einmal unser One-Way-Ticket nach Thailand.

Also haben wir versucht, so einigermassen auszurechnen.

Die Tage, an denen wir etwa an welchem Ort bleiben werden und wie lange der Transport von Ort zu Ort etwa dauern wird.

So sind wir auf ein ungefähres Datum gekommen. 

Das haben wir ihm per e-Mail zugesendet und plus/minus 10 Tage dran gehängt.

Und so hatten wir ein minimales Ziel beim Start unserer Reise.

 

Ein paar Wochen vor unserer Abreise erhielten wir ein weiteres E-Mail unseres Freundes aus Chiang Mai.

Er teilte uns mit, dass er in dieser Zeit, die wir ihm angegeben haben, sehr wahrscheinlich nicht mehr in Chiang Mai sein wird.

Er hatte eine wichtige Angelegenheit in Australien zu erledigen. Es würde mindestens einen Monat dauern, bis er wieder zurück sei.

 

Aaaber...

 

Falls wir möchten dürfen wir in dieser Zeit sein Haus hüten.

"Was?"

Wir dürfen in Chiang Mai alleine in einem Haus wohnen? 

"Falls wir möchten?"

Na klar, möchten wir...

...und wie wir möchten...

 

Er schrieb uns noch, dass seine Freundin bei unserer Ankunftszeit anwesend sein wird. Sie ihm jedoch nach einer Woche nach Australien folgen wird.

 

In Bangkok haben wir uns im Internet über die verschiedenen Möglichkeiten nach Chiang Mai zu kommen erkundet.

Darauf sind wir zum Zugbahnhof gefahren, um nachzufragen ob es noch freie Plätze für die Nachtzugfahrt nach Chiang Mai gibt. 

Leider (für uns) ist dies eine sehr beliebte Art nach Chiang Mai zu reisen, es waren nämlich alle Züge innerhalb der nächsten Tage ausgebucht.

Die Frau hinter dem Glasfenster hat uns erklärt, dass momentan

keine Hauptsaison ist.

Die meisten Wagons werden neben der Hauptsaison gewartet und deshalb weniger davon an einen Zug gehängt.

Was zur Schlussfolgerung hat, dass es weniger freie Plätze gibt.

 

Na gut, müssen wir uns halt eine andere Art suchen, nach Chiang Mai zu kommen. Länger in Bangkok zu bleiben kam für uns nicht in

Frage, da es nicht ganz günstig war.

Während der Suche nach anderen Möglichkeiten, sind wir einen Tag später auf einen günstigen Flug gestossen und haben diesen natürlich sofort gebucht, sodass von den Websites nichts mehr geändert werden konnte😝

 

Also sind wir am nächsten Tag mit dem Zug zum Flughafen gefahren, in das Flugzeug gestiegen und nach Chiang Mai geflogen.

 

Im Flugzeug sind wir in Gedanken versunken.

 

Wie wird Chiang Mai? 

Wir haben schon viel darüber gelesen. Viel Natur, Grün und hohe Berge.

Chiang Mai wird auch "die Perle, oder auch Rose des Nordens" genannt. Es gibt tausende Wanderwege und wahrscheinlich genau so viele Tempel.

Wir haben vom Sunday Market bis hin zur Night Safari gelesen.

 

Wo liegt unser neues Zuhause?

Ist es im Zentrum? Oder eher abgelegen? Gibt es da Tourismus, oder sind wir die einzigen Touristen? 

 

Google Maps hat den Standort, den unser Freund uns geschickt hat nicht gefunden. Wir hatten keine Ahnung wo wir leben werden.

Werden wir klar kommen in einem Haus alleine?

 

Wir hatten schon etwas Respekt davor, für ein Haus verantwortlich zu sein.

In einem Land, das wir nicht gut kennen und vor allem deren Sprache wir nicht sprechen. Was machen wir, wenn etwas defekt ist?

Zum Beispiel die Toilette nicht mehr abfliesst, der Strom ausfällt oder was wenn jemand einbricht...

 

Was kann man in Chiang Mai unternehmen?

Ist es teuer? Und vor allem, wie ist die Küche im Norden Thailands?

 

 Naja, am besten machen wir das, was wir am besten können. 

Alles so nehmen wie es kommt und uns mit einem

gewissen Optimismus drauf losstürzen.

 

Am Flughafen in Chiang Mai angekommen wussten wir, dass wir uns den ganzen Nachmittag in der Stadt gönnen durften.

Da die Freundin noch einen Termin hatte, kam sie erst am späten Nachmittag in die Stadt.

 

Der Flughafen liegt sehr nah am Zentrum von Chiang Mai, so sind wir unkompliziert und sehr günstig in die Stadt gekommen. 

Wir sind zuerst einmal ein wenig gelaufen um das Leben hier wahrzunehmen und unsere Beine nach dem Flug zu vertreten.

 

Es war sehr interessant.

Viele Cafés, viele Shops und noch mehr Menschen, besser gesagt Touristen.

Wir haben weniger Touristen erwartet. Weniger als in Bangkok oder in Koh Phangan. Aber in Chiang Mai hat es echt viele Touristen.

 

Nach einer Weile herumlaufen haben wir uns in einem dieser süssen Cafés hingesetzt, unsere beiden grossen Rucksäcke hingelegt, einen Kaffee bestellt und uns direkt wohl gefühlt.

Wir waren uns einig: "Echt schön hier."

 

Wir haben den Laptop ausgepackt und direkt losgelegt und über Bangkok geschrieben.

Bangkok hinter uns gelassen zu haben war irgendwie ein komisches Gefühl.

 

Wir lieben diese grosse Stadt.

 

Meistens merkt man leider erst, wie unglaublich toll eine Stadt

oder ein Ort ist, wenn man sie verlassen hat.

 

Und so haben wir uns noch ein wenig in die Strassen

Bangkoks geträumt und den Nachmittag genossen.

 

Unterwegs arbeiten
Auf Reisen arbeiten

 

Am späteren Nachmittag haben wir uns mit der Freundin am Tha Pae Gate getroffen.

Das Tha Pae Gate ist der östliche Eingang  in die Altstadt.

Wir haben uns schnell gefunden und sind mit ihrem Auto in unser neues Zuhause gefahren.

 

Wir waren etwa eine Stunde unterwegs, dies aber nur wegen des Verkehrs.

Die Strassen in Chiang Mai sind sehr stark befahren. Schon während dieser Autofahrt beschlossen wir, wie in Koh Phangan einen Roller zu mieten, da man schneller voran kommt als mit einem Auto oder dem Bus.

 

Und dann sind wir in unserem neuen Zuhause für die nächsten vier Wochen angekommen.

 


 

Es ist wunderschön, ein grüner Garten und ein so schönes Haus, einfach perfekt.

 

Wir sind an diesem Abend, noch bevor wir unser Zimmer bezogen haben,

mit Freunden essen gegangen. 

 

Die Woche mit unserer Freundin verging so unglaublich schnell.

Einfach zu schnell.

 

Sie sind frisch in dieses Haus eingezogen. Es waren noch jegliche Kisten unausgepackt und Bilder die noch aufgehängt werden wollten. 

So haben wir unsere erste Woche mit Löcher bohren und Bilder aufhängen verbracht. Wir haben Türen geflickt und Schläuche neu fixiert, halt eben, wie es sich gehört, gearbeitet😜

 

Nach einer Woche fanden wir uns wieder am Flughafen, nicht unseretwegen, sondern weil wir unsere Freundin begleitet haben.

 

Der Flughafen löst in uns so ein Gefühl aus.

Ein Gefühl von Neugier und Abenteuer.

 

Wir lieben es.

 

Auch in der Schweiz sind wir machmal einfach an den Flughafen gefahren und haben da Zeit verbracht, um ein wenig zu träumen und diesem Gefühl etwas näher zu sein.

 

Dann war sie weg und wir alleine.

Wir haben uns jeden Tag neue Gebiete um unser neues Zuhause angeschaut.

Es gibt so viel zu entdecken. Manchmal sind wir stundenlang mit dem Roller einfach in der Gegend herumgefahren, um uns alles anschauen zu können.

 

Wir haben verschiedenste Restaurants ausprobiert um die

"typisch Nordthailändischen" Spezialitäten zu testen.

 

Wir haben Chiang Mai zu unserem neuen Zuhause gemacht.

Wir gehen hier einkaufen, putzen das Haus und entsorgen den Abfall.

 

Das war ein Grund warum wir auf Reise gehen wollten.

Wir wollten herausfinden wie das alles in anderen Länder gemacht wird.

Wie die Menschen in anderen Länder denken, leben und handeln. 

 

Herausfinden was und wie sie zum Beispiel einkaufen und vor allem warum. 

 

Genau DAS können wir jetzt beim eigenen Einkauf beobachten.


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