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Eine Nacht im Bako Nationalpark

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Der Bako Nationalpark und seine Schönheiten

Borneo war bei uns schon länger ein festgesetztes Reiseziel. Wir wussten beide, dass wir diese Insel irgendwann besuchen werden. Dazu gehört natürlich auch der Bako Nationalpark, der für uns schon immer ein Fleck von ursprünglicher Natur war. Als es feststand, dass wir nach Borneo fliegen und eine Nacht im Bako Nationalpark verbringen werden, konnten wir es kaum erwarten. Der Bako Nationalpark liegt nördlich von Kuching, der grössten Stadt auf der Insel Borneo. Er ist mit 27 Quadratkilometer einer der kleinsten Nationalparks auf Borneo. Jedoch bietet der Bako Nationalpark eine grosse Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen.

 

Pflanzen im Bako Nationalpark
Pflanze im Bako Nationalpark


Hinreise

Wir haben uns in Kuching einen Uber geschnappt (kostet etwa 20 Ringgit) und sind damit ins

Bako Dorf (nennt sich auch Kampung Bako) gefahren.

Man kann auch ganz einfach den Bus nehmen. Der öffentliche, rote Bus der Linie 1 fährt jede Stunde gegenüber vom Riverside Majestic Hotel zum Bootsterminal im Bako Dorf (Kampung Bako).

Die Strecke kostet 3.50 Ringgit und dauert je nach Verkehr etwa eine Stunde (mit einem Uber ist man einiges schneller 🙈).

 

❗️Achtung❗️

Man sollte sich unbedingt über Ebbe und Flut informieren, denn die Bootsfahrt in den Bako Nationalpark ist nur bei Flut möglich. Es ist je nach Jahreszeit unterschiedlich. Wir waren im Oktober, etwa um 9 Uhr beim Jetty. Um diese Zeit sank der Meeresspiegel bereits wieder stark.

Hier gibts nähere Infos dazu.

Ebbe und Flut Informationen

Öffnungszeiten des Terminals im Bako Dorf (Kampung Bako):

Montag bis Donnerstag:

Freitag:

Wochenende & Feiertage:

08.00 - 13.00 Uhr & 14.00 - 17.00 Uhr

08.00 - 11.40 Uhr & 14.00 - 17.00 Uhr

08.00 - 13.00 Uhr & 14.00 - 17.00 Uhr


Kosten Bootsfahrt hin- und zurück: 40 Ringgit

Eintritt Bako Nationalpark: 20 Ringgit


Bootsfahrt und Ankunft

Völlig gestresst kamen wir am Bootjetty im Bako Dorf an. Nach unserem Informationsstand der Ebbe und Flut, glaubten wir nicht mehr daran, dass uns noch ein Boot in den Nationalpark bringen würde. Wir waren spät dran, eigentlich viel zu spät.

 

Mit Herzklopfen sind wir zum Terminal gelaufen. In der Hoffnung, dass noch ein Boot fährt.

Der Typ hinter der Glasscheibe schob uns das Anmeldeformular unter der Öffnung durch. Er erklärte uns, was wir ausfüllen mussten und verlangte unseren Reisepass.

 

In 20 Minuten fährt das nächste Boot.

 "Geschafft".

 

Boothafen Bako Nationalpark

Erleichtert standen wir nun auf dem Bootssteg und schauten in das Dorf, das auf der anderen Seite des Meeresflusses lag.

 

 

Wir schauten uns an und Adriano sagte zu mir:

 

"Jetzt gehts los. Bald werden wir im Bako Nationalpark sein.

Und weisst du was? 

 

Wir verbringen da sogar eine Nacht. Wie geil ist das denn?"

 

Ich meine, nur schon das Gefühl zu wissen, dass man auf Borneo ist, ist schon geil. Aber dann noch auf Borneo in einem der vielfältigsten Nationalparks zu sein, ist schon echt krass.

 

Adriano hob seinen Arm und streckte ihn in Richtung der Bootablegestelle. 

"Schau mal das Schild dort".

 

Achtung Krokodile...

 

Tatsächlich gibt es Krokodile in diesen Gewässern. Ein freundlicher Mann vom Park erzählte uns, dass es sich sogar um die grossen und gefährlichen Salzwasser-Krokodile handelt. Er sagte, wir müssten uns aber keine Sorgen machen, die Krokodile seien nachtaktiv. Trotzdem wird das Baden im Bako Nationalpark strengstens verboten. Was natürlich verständlich ist.

Es ging endlich los...

Die Mitarbeiter riefen uns, dass wir jetzt einsteigen dürfen. Schwimmwesten waren obligatorisch. Wir zogen sie an und anschliessend ging die Bootsfahrt auch schon los.

 

Die Fahrt war sehr rumplig. Die Aussicht entschädigte jedoch alles. Man konnte auf der linken Seite aufs offene Meer sehen und auf der rechten Seite den Anfang des Nationalparks. Wir fuhren an Mangrovenwälder vorbei und sahen bereits schon verschiedene, sehr eindrückliche Felsformationen.

 

Und da kam dieser Strand...

 

Bako Nationalpark

Ich glaube, ich habe noch nie einen so beeindruckenden Strand gesehen.

 

Er war riesig und wunderschön.

 

Ein naturbelassener

Strand und

die Sonne spiegelte

sich im

flachen Wasser.

 

 

 

Einfach nur atemberaubend.

 

Der Bootsfahrer entschuldigte sich und rief: "Sorry, aber von hier aus müsst ihr laufen. Ebbe."

Also zogen wir uns die Schuhe aus, packten unsere Rucksäcke auf den Rücken und sprangen vom Boot in das erfrischende, klare Wasser.

Der Moment, als wir diesen Strand entlang liefen und praktisch alleine waren,

den Sand zwischen den Zehen hatten und mit den Füssen im klaren Wasser standen, diesen Moment werde ich nie wieder vergessen.

Der Strand war riesengross, dahinter war Dschungel und Regenwald. Natur wohin man sehen konnte. Es war einfach ein unglaubliches Gefühl.

 

Bako Nationalpark

Als wir beim Hauptgebäude angekommen waren, mussten wir uns für die Trails, die wir machen wollten eintragen.

 

Nach ein paar kurzen Information über den Park, haben wir uns am ersten

Tag für den Lintang Trail

entschieden.

Dieser ist 5,8 Kilometer lang und

sollte ungefähr dreieinhalb

Stunden dauern.

 

Es ist ein Loop und er verspricht, die verschiedenen Vegetationen entdecken zu können und das ein- oder andere Mal auf ein Tier zu treffen, wenn man Glück hat.

 

Die Zimmer sind erst um drei Uhr nachmittags bezugsbereit, also haben wir uns samt Gepäck direkt auf unseren ersten Trail gewagt.

Wir konnten es kaum erwarten rein in den Dschungel zu gehen.

 

Karte vom Bako Nationalpark
Trekkingrouten Bako Nationalpark


Der erste Dschungeltrail geht los

Noch keine 10 Meter gelaufen, haben wir schon die ersten Schreie gehört. Wir sind ein wenig näher zu den Bäumen gelaufen und da sahen wir die Blätter zittern.

Tatsächlich kam uns schon der erste Nasenaffe entgegen gesprungen. Wir konnten es fast nicht glauben. Da sass er, auf einem heraushängenden Ast und suchte sich sein Futter. Wir sahen zum ersten Mal einen Nasenaffen und konnten ihn beobachten. Uns wurde bewusst wie lustig diese Affen aussehen. Wir schmunzelten.

 

Nasenaffe im Bako Nationalpark
Nasenaffe Borneo

 

Der Trail ging los. Schon beim Start ging es richtig steil nach oben. Eine Treppe nach der Anderen. Wir kamen relativ früh schon ins Schwitzen, nicht nur weil es anstrengend war, sondern auch weil wir im Regenwald waren und sich die Hitze darin sammelte. Es blies kein Windchen und es war dermassen feucht, so dass wir mehrmals die Kameralinse reinigen mussten.

Wir kletterten über umgefallene Baumstämme, duckten uns unter Felsen hindurch und liefen morsche Holztreppen hoch und runter. Das war das Gefühl, auf das wir so lange warten mussten. Das Gefühl, auf das wir fast nicht mer warten konnten.

Wir zwei, mitten im Dschungel. Wir hören nur Tiere und das Rauschen des Wassers.

 

Durch den Dschungel im Bako Nationalpark

Wir liefen gerade einen flachen Weg entlang, da hörte ich ein

Rascheln in den Büschen.

 

 

Ich blieb stehen,

duckte mich langsam und versuchte zwischen dem dichten Grün etwas zu entdecken.

 

"Schau, da ist eine Schlange," sagte ich zu Adriano.

 

 

Eine kleine wunderschöne Schlange hatte unseren Weg überquert.

Sie hatte uns natürlich schon lange gesehen.

Sie schaute noch kurz zu uns zurück und anschliessend verschwand sie im dichten Gestrüpp.

 

Dreieinhalb Stunden sollte dieser Trail gehen?

Nun, wir waren mittlerweile schon mindestens vier Stunden unterwegs.

Ja klar, wir haben viel herum geträumt, sind stehen geblieben, haben Fotos geschossen und gefilmt, trotzdem waren wir echt lange unterwegs. Wir waren mittlerweile müde.

Es war sehr anstrengend, heiss und die Luft erdrückend. Wir hatten keine Ahnung wie lange der Trail noch ging, geschweige denn, wo wir waren. Der Himmel zog sich zu und es wurde dunkler. Wir liefen fleissig weiter.

 

Dschungel im Bako Nationalpark

Mehrere, etwas verwirrende, Wegweiser

sollten uns den Weg zeigen, doch als

wir ihnen zu folgen

versuchten, standen

wir plötzlich mitten

im Regenwald.

 

Wir konnten keinen Weg mehr

erkennen und fanden

auch keine

Bezeichnungen mehr.

 

Wir hatten uns verlaufen.

Da standen wir also, inmitten von Gebüschen,

riesigen Bäumen und keine Ahnung

wie vielen giftigen Tieren.

 

- Ganz ehrlich -

 

Ich bekam ein kleines bisschen Panik.

 

Adriano reagierte jedoch so gelassen, dass ich mich direkt wieder etwas sicherer fühlte.

"Komm, wir laufen einfach den selben Weg wieder zurück," sagte er zu mir. Ich glaube er hat mir die Angst angesehen.

So haben wir also versucht, denselben Weg zurück zu gehen, auf dem wir hierher gelangten.

Der Himmel zog immer weiter zu und es schien, als würde es bald zu regnen beginnen.

Während des Regens wollten wir auf keinen Fall mehr im Dschungel sein."Da! Da am Stein ist die Wegbemalung."

Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich war so erleichtert und ich glaube Adriano auch.

Wir hatten die Wegbeschreibung wieder gefunden und sind etwas beruhigter weiter gelaufen.

Endlich sahen wir das Hauptgebäude und wir wussten, wir haben es geschafft.

Wir liefen wieder zum Eingang um uns vom Trail wieder auszuschreiben und nachzufragen ob die Zimmer nun fertig wären.

Was für eine Frage? 

Es war ja mittlerweile schon fast dunkel. Klar sind die Zimmer jetzt bezugsbereit.

 

Die Dame drückte uns zwei Frotteetücher und den Schlüssel in die Hände, sagte uns die Nummer des Hauses, den Buchstaben des Zimmers und wir haben uns wieder bei ihr verabschiedet.


Die Unterkünfte im Bako Nationalpark

Wir empfehlen mindestens eine Nacht im Bako Nationalpark zu verbringen. Dieses Erlebnis sollte man sich nicht entgehen lassen.

Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass die Unterkünfte im Nationalpark nicht im besten Zustand sind. Sie sind alt, versifft und müffeln ziemlich. Was zählt, ist aber das Abenteuer und das ist definitiv da, versprochen.

 

Unterkunft im Bako Nationalpark

Die Zimmer sind einfach und man hat eine Auswahl an verschiedenen Möglichkeiten.

Es gibt Mehrbettzimmer, Schlafsäle

oder

auch Privatzimmer.

 

Es spielt keine Rolle für welches

Zimmer man sich

entscheidet, denn

es gibt keine Unterkunft im

Nationalpark,die

wirklich schön ist.

 

Warum dann nicht gleich die günstigste Variante?

 

Am besten bucht man direkt beim Park auf der Internetseite. Bei telefonischen Reservierungen ist schon so einiges schief gelaufen, deshalb würden wir dies nicht empfehlen.

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Buchen könnt ihr hier

Unterkünfte buchen im Bako Nationalpark

 

Einfach rechts oben den Ort und das Datum eingeben, danach kommt ihr direkt zur Auswahl der verschiedenen Unterkünften.

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Nachdem wir die Frotteetücher entgegengenommen hatten, konnten wir endlich unser Zimmer beziehen. Wir waren etwas gespannt darauf, denn wir hatten zuvor schon etliche Artikel (teilweise echt üble) über die Unterkünfte im Bako Nationalpark gelesen.

 

 

Unterkunft im Bako Nationalpark

Da standen wir also vor der Tür unseres Bungalows und trauten uns nicht

diese zu öffnen.

 

"Komm schon, so schlimm kann es nicht sein."

 

Vor unserer Veranda lag

ein umgekippter Baum

und der Weg zum

Bungalow war wegen

der Wurzeln des

Baumes

aufgerissen.

 

Der Bungalow selbst machte eigentlich einen sehr schönen Eindruck. Wir nahmen unseren ganzen Mut zusammen und öffneten die Tür.

"Ach, geht doch. Gar nicht so hässlich." 🙈

Wir hatten sogar dünne Decken die auf dem Bett lagen. Das hatten wir nicht erwartet, denn wir haben unsere Schlafsäcke mitgenommen.

"Der Raum ist riesig," stellte ich fest. Und das war er auch. Wir hatten extrem viel Platz.

Nachdem wir alles Nötige ausgepackt hatten, haben wir uns beschlossen einfach nicht genauer hinzuschauen und uns einfach mehr ausserhalb des Bungalows aufzuhalten. Es hatte Schimmel, sehr viel Schimmel.

 

Unterkunft im Bako Nationalpark
Unterkunft im Bako Nationalpark

Aber jetzt genug zur Unterkunft, sonst entscheidet sich noch Jemand dagegen. Nein, mal ernsthaft: Es war gar nicht so schlimm. Man ist nach den Wanderungen sowieso hundemüde und freut sich auf eine Dusche, egal wie sie aussieht. Im Bett schläft man nach so einem anstrengenden Tag sowieso, egal wie klein oder unbequem es ist. Für eine oder zwei Nächte im Dschungel lohnt es sich so oder so.


Die Nachtwanderung

Die Nachtwanderung kostet pro Person 10 Ringgit.

Auch über die Nachtwanderung haben wir vorher so einiges gelesen. Aber eins war für uns klar, sowas kann nur gut sein. Und das war es auch!

Nachdem wir im einfach eingerichteten Restaurant im Hauptgebäude unser Nachtessen gegessen hatten, sind wir zurück in unseren Bungalow um uns für die Nachtwanderung anzuziehen. Es regnete ein wenig und es war noch nicht sicher, ob die Wanderung überhaupt durchgeführt wird.

 

"Bei Regen und Sturm wird die Nachtwanderung abgesagt", stand geschrieben.

 Wir hofften, dass der Regen noch aufhört. Natürlich, damit die Nachtwanderung durchgeführt werden kann, aber auch um Fotos mit der Kamera machen zu können.

 

Nachtwanderung Bako Nationalpark

Um acht Uhr war Treffpunkt im Hauptgebäude beim Eingang.

 

Wir waren die Ersten, typisch Schweizer.

 

Wir sassen auf der Bank, warteten und hofften.

 

Da sahen wir den ersten Guide

unserer Tour.

 

Adriano schaute zu mir rüber und strahlte.

 

"Yeeesss!"

 

Es trafen immer mehr Touristen ein.

Einige mussten sich noch einmal umziehen, da sie mit kurzen Hosen und FlipFlops kamen. Der Guide erklärte allen warum wir lange Hosen und bestenfalls Stiefel tragen sollten. Wegen giftigen Tieren und so. Klar oder?

Als die Gruppe zurückkam ging es los. Wir hatten insgesamt drei Guides in einer Gruppe mit etwa 12 Personen. Zuerst wurde uns anhand von Bildern erklärt, was es für Tiere im Nationalpark gibt. Welche Tiere giftig sind, welche vom Aussterben bedroht und welche eher selten anzutreffen sind.

Es war wirklich sehr interessant und man merkte, wie die Guides den Park und die Tiere lieben.

Wir liefen los in die Dunkelheit.

Zuerst ging es aber noch an unserem Bungalow vorbei. Das gab uns die Chance, unsere Kamera zu holen, denn es hatte mittlerweile aufgehört zu regnen.

 

Ja, soviel Glück hatten wir an diesem Abend.

 

Kaum sind wir fünf Meter gelaufen leuchtete ein Guide nach oben und sprach ganz leise zu uns: "Schaut, da ist ein fliegender Lemur".

Wir schauten nach oben und er leuchtete mit der Taschenlampe dem sich bewegenden Ding nach. Es kletterte den Baum hoch und plötzlich sprang es - wir sahen, wie es zwischen den Bäumen durch gleitete.

Es ging weiter in den Dschungel und keine fünf Meter weiter zeigten uns die Guides schon das nächste nachtaktive Tier. Es war eine Art Tausendfüssler aber viel grösser und behaarter.

 

Nachtwanderung Bako Nationalpark

Die, die uns kennen wissen, wie faszinierend

wir Tiere finden und vor

allem Insekten.

 

Wir waren also die Letzten in der Gruppe

und immer völlig begeistert von

jedem einzelnen Tier.

 

Ein Guide hatte offenbar auch Spass daran uns

die Tiere genauer zu zeigen und so hatten

wir sowas wie einen

privaten Guide.

 

Die Tour hatte wahnsinnig Spass gemacht.

Wir konnten viele Tiere sehen,

die wir alleine

nie gesehen hätten. 

 

So wie zum Beispiel zwei wunderschöne Schlangen. Sie lagen die ganze Zeit schon vor unseren Augen. Wir sind schon mindestens zehnmal an ihnen vorbeigelaufen, haben sie aber nicht entdeckt. Die Schlagen waren nämlich auf dem Gelände auf dem das Hauptgebäude steht.

 

Wir bedankten uns bei den Guides und liefen zurück zu unserem Bungalow.

Natürlich mussten wir noch einmal einen Stopp bei den zwei Schlangen machen und sie bestaunen. Während dem beeindruckenden Anblick wurde uns wieder klar, was uns

heute passiert war. Wir haben uns im Dschungel verlaufen und all diese Tiere, die wir während der Nachtwanderung gesehen haben, hätten um uns herum sein können...

Wir bekamen Gänsehaut.

Zurück im Bungalow sind wir total fertig ins Bett gefallen und direkt eingeschlafen.

 


Ein weiterer Tag und ein weiterer Trail

"So gut geschlafen habe ich schon lange nicht mehr."

Es war halb acht Uhr morgens und wir standen topfit auf, waren motiviert und wollten direkt los. Also haben wir alles zusammengepackt, sind zum Hauptgebäude und haben ausgecheckt.

 

Weiter ging es mit dem zweiten Trail. Da wir uns am Vortag etwas verschätzt hatten, haben wir uns entschieden an diesem Tag einen etwas einfacheren und kürzeren Trail zu machen.

Dieser Trail versprach Nasenaffen zu sehen. Der Bako Nationalpark ist bekannt für seine Nasenaffen. Da wir erst Einen davon gesehen hatten, war dies eine sehr gute Wahl.

 

Der Trail war, wie schon der vom Vortag, sehr abwechslungsreich. Klettern, kriechen und ducken war alles mit dabei, ausser Nasenaffen.

 

Strand in Borneo

Am Ende des Trails war ein wunderschöner Strand mit Steinformationen.

Wir waren ganz alleine an diesem

Strand und es

war überwältigend.

Einfach dazustehen, an einem einsamen Strand und aufs Meer

rauszuschauen.

 

Das war ein unbeschreibliches Gefühl.

 

Nach etwa zwei Stunden haben wir den Strand wieder verlassen und uns auf den Weg zurück zum Hauptquartier gemacht. Mit grosser Hoffnung, doch noch auf Nasenaffen zu treffen sind wir motiviert zurückgelaufen.

Leider ohne Erfolg.

 

Schon fast am Hauptquartier angekommen, kam uns ein Mann entgegen. Er sagte uns wir sollen uns beeilen, er habe weiter vorne eine Gruppe Nasenaffen getroffen. Mit schnellen Schritten haben wir uns darauf gefreut, eventuell doch noch das Glück zu haben ein paar Nasenaffen zu sehen.

Und wir hatten das Glück. 

Wir konnten einen Nasenaffen beim Fressen beobachten und er liess sich dabei überhaupt nicht stören. Er kletterte von Ast zu Ast und zeigte sich von seiner besten Seite.

Es war schön und lustig zugleich, ihm zuzuschauen.

 


Die Rückfahrt nach Kuching

Zufrieden gingen wir gegenüber des Hauptgebäudes zur Boot Infostelle.

 

"Das nächste Boot fährt in einer halben Stunde zurück ins Bako Dorf."

"Perfekt!"

Ins Boot einsteigen konnten wir dieses Mal vom Steg aus, denn es war gerade Flut. Somit hatte es genug Wasser um mit dem Boot bis zum Steg zu fahren.

Wir konnten uns noch Zeit nehmen um unsere zwei Tage durch den Kopf gehen zu lassen und die letzten Atemzüge in diesem wunderbaren, wilden und vielfältigen Nationalpark zu nehmen.

"Es war wunderbar!"

"Und nicht das letzte Mal," erwiderte Adriano.

 

 "Definitiv!"

 

✦Übrigens fährt im Bako Dorf beim Terminal wieder ein roter Bus/Car zurück nach Kuching

Sagt dem Fahrer einfach wohin ihr müsst und er lässt euch dort raus wo es für euch nahe ist.

 

 


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Kommentare: 2
  • #1

    Rita (Mittwoch, 20 Dezember 2017 12:37)

    Tolle Ergänzung zum vlog! Danke�. Super informativ!

  • #2

    Sabine von Ferngeweht (Dienstag, 02 Oktober 2018 04:34)

    Schöner Beitrag! Ich fand Bako auch toll. Wir haben in den festen Unterkünften übernachtet (Forest Lodge Type 4-6). Es war sehr einfach (zwei Betten, eine Dusche, eine Toilette), aber auch sehr sauber. Durch die Betonwände kamen auch keine Tiere von unten ins Zimmer. Von Schimmel keine Spur. Und die Tierwelt war natürlich toll! Ich erlaube mir einfach mal, einen Link zu meinem Beitrag zu setzen (falls nicht erwünscht einfach löschen): https://www.ferngeweht.de/infos-nationalpark-bako/